Grundwassersensor für Grundwasserstand und Porenwasserdruck

Ein Schwingsaiten-Piezometer (Vibrating Wire) im Bohrloch misst Wasser- und Porenwasserdruck langzeitstabil und erfasst die Temperatur im Sensor gleich mit. Über Datenlogger und Gateway laufen die Werte in die Infrasolute-Datenplattform.

  • Schwingsaiten-Technologie
  • Messbereich 50 oder 100 psi
  • Edelstahl SUS316
Grundwassersensor: VW-Piezometer mit Edelstahlgehäuse und Anschlusskabel, freigestellt

Warum der Grundwassersensor

Wasserdruck im Baugrund, gemessen wo er wirkt

Grundwasserstand und Porenwasserdruck entscheiden über die Standsicherheit von Baugruben, Böschungen und Dämmen. Der Sensor sitzt im Bohrloch in der Bodenschicht, um die es geht.

Wasser- und Porenwasserdruck

Der Sensor erfasst Änderungen des Wasserdrucks in verschiedenen Tiefen und Bodenschichten. So lässt sich prüfen, ob die in der Planung angesetzten Wasserdrücke der Wirklichkeit entsprechen.

Frequenz als Messsignal

Gemessen wird die Schwingfrequenz einer Stahlsaite. Das Frequenzsignal ist langzeitstabil und unempfindlich gegenüber langen Kabelwegen.

Druckaufnehmer aus Inconel

Der Sensorkern ist von Edelstahl und Inconel umhüllt und mechanisch verriegelt. Das sorgt für stabile Messwerte und eine lange Lebensdauer.

Temperatur integriert

Ein Thermistor misst die Temperatur im Sensor mit einer Auflösung von 0,1 °C. Sie wird mit jedem Messwert erfasst.

Gebaut für das Bohrloch

Edelstahlgehäuse SUS316, Sinterfilter mit 50 µm und eine doppellagige Wasserdichtung am Kabelanschluss. Betriebstemperatur von −40 °C bis +125 °C.

Messwerte mit Alarm

In der Datenplattform werden die Werte ausgewertet. Überschreitet der Wasserdruck einen Grenzwert, alarmiert das System automatisch.

Technische Daten

Spezifikationen im Überblick

Zu jedem Sensor gehört ein Kalibrierzertifikat mit den Faktoren für die Druckberechnung.

Grundwassersensor: VW-Piezometer mit Edelstahlgehäuse und Anschlusskabel, freigestellt
Messprinzip
Schwingsaiten-Sensor (Vibrating Wire)
Messgrößen
Wasser- und Porenwasserdruck, Temperatur
Messbereich
PZ-1050: 50 psi (≈ 3,45 bar, 35,2 m Wassersäule); PZ-1100: 100 psi (≈ 6,89 bar, 70,3 m Wassersäule)
Auflösung
0,025 % vom Messbereichsendwert
Genauigkeit
± 0,1 % vom Messbereichsendwert
Überlastbarkeit
150 % des Messbereichs
Temperaturmessung
Thermistor, 3 kΩ bei 25 °C, Auflösung 0,1 °C
Betriebstemperatur
−40 °C bis +125 °C
Bauform
Edelstahl SUS316, Ø 20 × 115 mm, Sinterfilter 50 µm
Auslesung
VW-Handauslesegerät oder Datenlogger mit Schwingsaiten-Eingang, 4-adriges Kabel
Baustelle mit Grundwasserabsenkung neben einer Eisenbahnbrücke

Funktionsprinzip

Vom Wasserdruck zur Frequenz

Im Sensor ist eine Stahlsaite beidseitig fest eingespannt. Der Wasserdruck verändert ihre Spannung und damit die Frequenz, mit der sie schwingt. Aus dieser Frequenz wird mit den Faktoren aus dem Kalibrierzertifikat des Sensors der Druck berechnet.

  1. 01

    Druck wirkt

    Der Wasserdruck gelangt durch den Sinterfilter auf den Druckaufnehmer und verändert die Spannung der Saite.

  2. 02

    Saite schwingt

    Eine Magnetspule regt die Saite an. Sie schwingt mit ihrer Eigenfrequenz, die von der Saitenspannung abhängt.

  3. 03

    Frequenz auslesen

    Datenlogger oder Auslesegerät messen die Frequenz und den Widerstand des Thermistors.

  4. 04

    Druck berechnen

    Mit den Kalibrierfaktoren des Sensors wird der Druck berechnet und in der Plattform mit Grenzwerten verknüpft.

Einsatzbereiche

Wo der Grundwassersensor sitzt

Baugruben mit Wasserhaltung
Böschungen und Erddämme
Tunnel und Schächte
Straßenbau auf weichem Baugrund
Brunnen und Leitungskanäle

Grundwassersensor für Ihre Baumaßnahme

Nennen Sie uns Baugrund, Tiefe und Fragestellung. Wir schlagen Messstellen, Messbereich und Meldewege vor.

Benedikt Seuss Benedikt Seuss

Datenplattform

Alle Messwerte auf einer Plattform

Die Sensoren übertragen ihre Messwerte per Funk an die Datenplattform. Dort werden sie ausgewertet, dokumentiert und laufend gegen Ihre Grenzwerte geprüft.

  • KI bei der Datenanalyse
  • Nutzerorientierte Reportings
  • Kontinuierliche Auswertung
  • Warn- und Alarmschwellen
  • Alarmierung per E-Mail und SMS
  • Fernzugriff rund um die Uhr
Mehr zu Überwachung & Alarmierung
Monitoring-Plattform Beispielansicht
Messverlauf im Sollbereich
Warnschwelle
  • KI bei der Datenanalyse Zustand im Sollbereich
  • Nutzerorientierte Reportings Bericht bereit
  • Alarmierung Grenzwerte überwacht
FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Grundwassersensor

Was misst der Grundwassersensor?
Er misst den Wasser- und Porenwasserdruck an der Stelle, an der er eingebaut ist, und daraus den Grundwasserstand. Zusätzlich erfasst ein Thermistor die Temperatur im Sensor. Typische Aufgaben sind die Überwachung des Wasserstands und des Wasserdrucks an Böschungen, in Erddämmen und in Böden aus Landgewinnung.
Welche Messbereiche gibt es?
Zwei Modelle: PZ-1050 mit 50 psi, das entspricht rund 3,45 bar oder 35,2 m Wassersäule, und PZ-1100 mit 100 psi, rund 6,89 bar oder 70,3 m Wassersäule. Beide lösen 0,025 % des Messbereichs auf und messen auf ± 0,1 % genau.
Wie wird der Sensor eingebaut?
In der Regel in ein Bohrloch, das anschließend mit Bentonit oder einer Zement-Bentonit-Mischung verfüllt wird. Vor dem Einbau prüfen wir jeden Sensor drucklos gegen sein Kalibrierzertifikat und halten die Ausgangsmessung in einem Prüfprotokoll fest. Einbautiefe und Filterhorizont legen wir im Messkonzept fest.
Wie kommen die Messwerte in die Plattform?
Ein Datenlogger mit Schwingsaiten-Eingang liest Frequenz und Temperatur aus, ein Gateway überträgt die Werte in die Infrasolute-Datenplattform. Dort werden sie mit den Kalibrierfaktoren des Sensors in Druck umgerechnet und mit Grenzwerten verknüpft.
Lässt sich der Sensor an einem vorhandenen Datenlogger betreiben?
Grundsätzlich ja, denn der Sensor liefert ein Frequenzsignal und einen Thermistorwiderstand und kein eigenes Digitalprotokoll. Der Logger braucht einen Schwingsaiten-Eingang für den Frequenzbereich 1400 bis 3500 Hz und muss einen Thermistor mit 3 kΩ bei 25 °C auswerten. Bitte stimmen Sie den Einsatz mit einem fremden Logger vorab mit uns ab.

Projektanfrage

Grundwassersensor anfragen

Schildern Sie uns, wo Grundwasserstand oder Porenwasserdruck überwacht werden sollen. Wir melden uns mit einem Vorschlag für Messstellen, Einbau und Meldewege.

+49 6742 8599600 DE +41 41 670 00 11 CH [email protected]
Jetzt anfragen