Bauwerksmonitoring: den Zustand Ihres Bauwerks dauerhaft messen

Risse, Feuchte, Korrosion, Neigung, Erschütterung und Bewegung mit funkbasierter Sensorik erfassen, in einem Portal auswerten und bei Grenzwerten sofort alarmiert werden. Für Neubauten und für Bauwerke im Bestand.

  • DIN 1076
  • DIN 4150
  • RIL 883.8100A01
Talbrücke im Bauzustand mit Arbeitsgerüsten an den Pfeilern, davor ein Bauarbeiter

Ihre Vorteile

Sechs Jahre sind eine lange Zeit für ein Bauwerk

Zwischen zwei Hauptprüfungen passiert das, was den Zustand bestimmt. Wer den Verlauf kennt, entscheidet früher und mit besseren Argumenten.

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Der Verlauf statt einer Momentaufnahme

Die Bauwerksprüfung liefert alle sechs Jahre ein Bild. Das Monitoring erfasst die Entwicklung dazwischen und zeigt, ob sich etwas verändert, wie schnell und in welchem Zusammenhang.

Alle Messgrößen an einer Stelle

Risse, Feuchte, Korrosion, Neigung, Erschütterung und Bewegung laufen in dasselbe Portal. Statt einzelner Messwerte ohne Zusammenhang entsteht ein Bild des ganzen Bauwerks.

Nachrüstbar am Bauwerk im Bestand

Die Sensorik ist funkbasiert und kommt ohne durchgehende Verkabelung aus. Sie lässt sich im Neubau einbetonieren und im Bestand nachrüsten, ohne Gerüst allein für die Messtechnik.

Entscheidungen mit Messdaten begründen

Sperrung, Restnutzung, Sanierungszeitpunkt und Prüfaufwand sind Entscheidungen mit Geld dahinter. Eine Messreihe begründet sie belastbarer als eine Annahme im Gutachten.

Prüfung und Monitoring

Die Prüfung bewertet, das Monitoring beobachtet

Die Bauwerksprüfung nach DIN 1076 ist die fachliche Bewertung vor Ort, in festen Abständen. Das Monitoring läuft dazwischen weiter und macht sichtbar, was sich in der Zwischenzeit verändert. Beides zusammen ergibt ein vollständiges Bild.

Bauwerksprüfung

Hauptprüfung alle sechs Jahre, einfache Prüfung dazwischen. Bewertung durch den Prüfingenieur, handnah und dokumentiert.

Monitoring

Messwerte rund um die Uhr, mit Grenzwerten und automatischer Meldung. Zeigt Entwicklung und Geschwindigkeit statt eines Zustands.

Vom Ziel zum Messkonzept

Vier Schritte, bevor der erste Sensor sitzt

  1. 01

    Zielsetzung klären

    Was soll die Messung beantworten? Beweissicherung während einer Baumaßnahme, Restnutzung eines alternden Bauwerks oder die Beobachtung eines bekannten Schadens führen zu verschiedenen Konzepten.

  2. 02

    Messgrößen festlegen

    Aus dem Schadensbild ergibt sich, was gemessen wird: Rissbreite, Feuchte, Korrosion, Neigung, Erschütterung, Bewegung am Lager oder eine Kombination daraus.

  3. 03

    Messpunkte planen

    Wir bestimmen die kritischen Stellen am Bauwerk und die Anzahl der Sensoren. Eine Nullmessung legt den Ausgangszustand fest, auf den sich alle weiteren Werte beziehen.

  4. 04

    Grenzwerte und Alarmweg setzen

    Jede Messgröße bekommt Warn- und Alarmgrenzen und einen Empfängerkreis. Damit ist vorab geklärt, wer bei welchem Wert informiert wird und was dann passiert.

Messstellen erleben

Wo an einem Bauwerk gemessen wird

Jede Stelle hat ihre eigene Frage und damit ihre eigene Messgröße. Wählen Sie einen Punkt und Sie sehen, was dort erfasst wird und welche Lösung dahintersteht.

Schematische Darstellung 5 Messstellen
Messstelle

Messgröße

Rissbreite

Wegaufnehmer erfassen die Änderung der Rissbreite kontinuierlich. Sichtbar wird, ob ein Riss ruht oder arbeitet, und wie er auf Temperatur und Verkehr reagiert.

Zum Rissmonitoring

Alle Messgrößen

Fünfzehn Lösungen unter einem Dach

Welche davon zusammenkommen, entscheidet die Fragestellung. Häufig sind es zwei oder drei, die sich gegenseitig erklären.

Der Normbezug hängt an der Messgröße. Erschütterungen werden gegen die Grenzwerte der DIN 4150 geführt, Bauwerksprüfungen nach DIN 1076, Baumaßnahmen am Gleis nach RIL 883.8100A01. Wir ordnen das im Messkonzept zu.

Typische Einsatzfälle

Wenn eine Annahme zu teuer wird

Sperrung, Sanierung und Ersatzneubau sind Entscheidungen mit großen Beträgen. Eine Messreihe verschiebt sie von der Einschätzung auf die Datenlage.

  • Alternde Bauwerke bis zum geplanten Ersatzneubau begleiten
  • Beweissicherung an Nachbargebäuden während einer Baumaßnahme
  • Bekannte Schäden zwischen zwei Hauptprüfungen beobachten
  • Restnutzungsdauer mit Messdaten statt mit Annahmen belegen
  • Bauwerke mit eingeschränkter Zugänglichkeit dauerhaft im Blick behalten
  • Nachweisführung gegenüber Auftraggebern, Behörden und Versicherern

Für Betreiber

Instandhaltung nach Zustand statt nach Kalender

Wer den Verlauf kennt, zieht Maßnahmen vor, wo es nötig ist, und schiebt sie dort, wo die Messreihe ruhig bleibt. Das ist die Grundlage für eine belastbare Sanierungsplanung.

Für Planer und Prüfingenieure

Daten für die Bauwerksakte

Die Messreihen sind historisiert und exportierbar und stehen bei der nächsten Prüfung zur Verfügung. Die Bewertung bleibt beim Prüfingenieur, die Datenlage ist besser.

Zur Branche Architekten & Planer

Bauwerksmonitoring für Ihr Bauwerk

Schildern Sie uns Bauwerk und Fragestellung. Wir schlagen Messgrößen, Messpunkte und Grenzwerte vor, die Konzeption ist kostenfrei.

Roman Koch Roman Koch

Datenplattform

Alle Messwerte auf einer Plattform

Die Sensoren übertragen ihre Messwerte per Funk an die Datenplattform. Dort werden sie ausgewertet, dokumentiert und laufend gegen Ihre Grenzwerte geprüft.

  • KI bei der Datenanalyse
  • Nutzerorientierte Reportings
  • Kontinuierliche Auswertung
  • Warn- und Alarmschwellen
  • Alarmierung per E-Mail und SMS
  • Fernzugriff rund um die Uhr
Mehr zu Überwachung & Alarmierung
Monitoring-Plattform Beispielansicht
Messverlauf im Sollbereich
Warnschwelle
  • KI bei der Datenanalyse Zustand im Sollbereich
  • Nutzerorientierte Reportings Bericht bereit
  • Alarmierung Grenzwerte überwacht
FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Bauwerksmonitoring

Was ist Bauwerksmonitoring?
Bauwerksmonitoring, international auch Structural Health Monitoring genannt, ist die kontinuierliche sensorgestützte Überwachung eines Bauwerks. Statt einer Momentaufnahme bei der Prüfung entsteht eine durchgehende Messreihe zu den Größen, die den Zustand bestimmen: Rissbreite, Feuchte und Korrosion im Beton, Neigung und Setzung, Erschütterung und Bewegung an Lagern und Fugen. Aus dem Verlauf wird ablesbar, ob sich ein Schaden entwickelt, wie schnell und unter welchen Einflüssen.
Ersetzt Monitoring die Bauwerksprüfung nach DIN 1076?
Die Prüfung nach DIN 1076 bleibt bestehen und wird durch das Monitoring ergänzt. Die Hauptprüfung liefert alle sechs Jahre eine fachliche Bewertung vor Ort, das Monitoring die Entwicklung in den Jahren dazwischen. Die Messdaten gehen in die Bauwerksdokumentation ein und stehen dem Prüfingenieur zur Verfügung. Die Bewertung trifft weiterhin er.
Welche Messgrößen lassen sich überwachen?
Rissbreite, Feuchte im Beton, Korrosion an der Bewehrung, Neigung und Setzung, Verformung, Erschütterung und Schwinggeschwindigkeit, Bewegung an Lagern, Grundwasserstand und Porenwasserdruck, Durchbiegung von Dächern, Leckagen sowie das Öffnen von Schächten und Türen. Welche davon zusammenkommen, entscheidet die Zielsetzung, nicht der Katalog.
Lässt sich ein bestehendes Bauwerk nachrüsten?
Ja, das ist der Regelfall. Die Sensorik ist funkbasiert und braucht keine durchgehende Verkabelung. Sensoren werden aufgeklebt, verschraubt oder per Kernlochbohrung eingesetzt, Gateways versorgen sich über Solarmodul oder Batterie und erschließen auch abgelegene Bauwerke. Ein Gerüst allein für die Messtechnik ist dafür nicht nötig.
Wie kommen die Messdaten zu mir?
Die Sensoren senden ihre Werte über Gateways per Mobilfunk in die cloudbasierte Infrasolute-Software. Dort sind sie grafisch aufbereitet, historisiert und mit Warn- und Alarmgrenzen versehen. Sie rufen den Zustand jederzeit online ab und werden bei einer Überschreitung automatisch per E-Mail oder SMS informiert. Die passiven Betonsensoren werden ergänzend vor Ort mit einem Lesegerät ausgelesen.
Was kostet Bauwerksmonitoring?
Das hängt an Bauwerk, Messgrößen, Anzahl der Messpunkte und Laufzeit, deshalb nennen wir keine Pauschale. Die Konzeption ist bei uns kostenfrei: Sie schildern uns Bauwerk und Fragestellung, wir schlagen Messgrößen, Messpunkte und Grenzwerte vor und weisen den Aufwand darin aus.

Projektanfrage

Sprechen wir über Ihr Bauwerk

Schildern Sie uns Bauwerk, Zielsetzung und den bekannten Befund. Sie erhalten kurzfristig eine belastbare Ersteinschätzung, inklusive geeigneter Messgrößen und Sensorik.

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