Feuchtemonitoring an einer Brücke in Rheinland-Pfalz

Baustelle auf einer Straße mit Leitplanken zwischen Weinbergen im südlichen Rheinland-Pfalz

Projektfakten

Bauwerkstyp
Betonbrücke, rund 30 m
Ort
Südliches Rheinland-Pfalz
Auftraggeber
Landesbetrieb in Rheinland-Pfalz
Aufgabe
Überwachung von Temperatur und Feuchte nach Erneuerung von Abdichtung und Belag
Verbaute Sensorik
Feuchtesensoren im Beton unter der Abdichtung, Auslesepunkte hinter dem Schrammbord, Gateway an der Leitplanke

Verbaute Sensorik

Herausforderung

Schadenfrüherkennung an der Brücke

Feuchtigkeit zählt bei Betonbrücken zu den kritischen Schadensursachen. Ob eine Instandsetzung dauerhaft wirkt und die Brückenabdichtung hält, lässt sich von außen kaum beurteilen. An einer kleinen Betonbrücke mit rund 30 m Länge im südlichen Rheinland-Pfalz wurden Abdichtung und Belag erneuert. Der Landesbetrieb setzt hier auf Schadenfrüherkennung durch Feuchtemonitoring: Temperatur und Feuchte werden am Bauwerk laufend überwacht. Da es vor Ort keinen Strom gibt, muss das Monitoring ohne Stromanschluss auskommen.

Das Brückenmonitoring erfüllt dabei zwei Aufgaben:

  • Erfolgskontrolle der Instandsetzung: Die Messwerte zeigen, ob die Instandsetzung erfolgreich war.
  • Frühwarnsystem für die Abdichtung: Eindringende Feuchte und Abdichtungsschäden fallen auf, bevor daraus größere Schäden entstehen.

Lösung

Feuchtesensoren im Beton an den kritischsten Stellen

Die Feuchtesensoren sitzen im Beton unter der Abdichtung, dort, wo es am kritischsten ist: an den Tiefpunkten entlang der Entwässerungslinie, jeweils an einem Wasserauslass. Sie erfassen Betonfeuchte und Temperatur direkt am Bauwerk.

Silberner Feuchtesensor im Beton, das Kabel läuft in einer Nut bis zum Schrammbord
Der silberne Feuchtesensor im Beton, das Kabel läuft in einer Nut.

Von jedem Sensor führt eine 7 m lange Verbindung zu seinem Auslesepunkt. Die Auslesepunkte liegen zentral hinter dem Schrammbord, dort, wo auch das Gateway sitzt. Es übermittelt die Daten und hängt unauffällig an der Leitplanke.

Roter Auslesepunkt im Bohrloch im Beton mit Kabelzuführung in einer Nut
Am roten Auslesepunkt erfolgt die Auslesung.

Monitoring braucht nicht immer große Schaltschränke und dicke Akkus. Das solarversorgte Gateway arbeitet energieautark und sehr energiesparend, ein Stromanschluss wird nicht benötigt. Das System bleibt am Bauwerk klein und fällt kaum auf, der Einbau dauerte weniger als 4 Stunden.

Gateway von Infrasolute am Pfosten der Leitplanke auf der Brücke
Das Gateway hängt unauffällig an der Leitplanke.

Ergebnis

Zustandsüberwachung per NB-IoT und Dashboard

Alle 4 Stunden werden Temperatur und Feuchte ausgelesen und automatisiert per NB-IoT übertragen. Im Dashboard stehen die Messwerte online bereit, bei Auffälligkeiten greift eine festgelegte Alarmkette per E-Mail. So lässt sich der Zustand der Brücke verfolgen, ohne dass jemand vor Ort sein muss.

Stand Oktober 2026 zeigen die Sensoren eine Austrocknung an. Das Monitoring ist zunächst auf unbestimmte Zeit geplant und macht die weitere Entwicklung nach der Instandsetzung sichtbar.

Alle Beteiligten waren mit der Ausführung sehr zufrieden. Für den reibungslosen Projektablauf danken wir dem Landesbetrieb und allen Beteiligten.

Das Projekt zeigt, wie Feuchtemonitoring beim Brückenmonitoring mit wenig Technik am Bauwerk auskommt. Mehr zur eingesetzten Technik finden Sie beim Feuchtesensor für Beton und Bauwerke und im Überblick zum Bauwerksmonitoring. Einen vergleichbaren Ansatz zeigt die Referenz Südbrücke Koblenz. Sie planen ein ähnliches Vorhaben an einem eigenen Bauwerk? Schildern Sie uns Ihr Projekt über die Projektanfrage.

Besonderheiten

Ausleseintervall
Alle 4 Stunden
Stromversorgung
Solar, energieautark, kein Stromanschluss vor Ort
Datenübertragung
Automatisiert per NB-IoT
Auswertung
Dashboard mit festgelegter Alarmkette per E-Mail
Einbauzeit
Weniger als 4 Stunden
Verbindung
7 m vom Sensor zum Auslesepunkt
Messstellen
Tiefpunkte an den Wasserauslässen
Laufzeit
Zunächst auf unbestimmte Zeit geplant

Produkte im Einsatz

Diese Sensorik ist hier verbaut

Alle Produkte

Datenplattform

Alle Messwerte auf einer Plattform

Die Sensoren übertragen ihre Messwerte per Funk an die Datenplattform. Dort werden sie ausgewertet, dokumentiert und laufend gegen Ihre Grenzwerte geprüft.

  • KI bei der Datenanalyse
  • Nutzerorientierte Reportings
  • Kontinuierliche Auswertung
  • Warn- und Alarmschwellen
  • Alarmierung per E-Mail und SMS
  • Fernzugriff rund um die Uhr
Mehr zu Überwachung & Alarmierung
Monitoring-Plattform Beispielansicht
Messverlauf im Sollbereich
Warnschwelle
  • KI bei der Datenanalyse Zustand im Sollbereich
  • Nutzerorientierte Reportings Bericht bereit
  • Alarmierung Grenzwerte überwacht

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