Brücke in Bonn: Risse überwacht bis zum Ersatzbau

Brückenbauwerk in Bonn, an dem zwei Risse überwacht werden

Projektfakten

Bauwerkstyp
Brücke
Ort
Bonn
Aufgabe
Rissbreiten überwachen, bis der Ersatzbau fertig ist
Verbaute Sensorik
Solarbetriebenes Gateway mit zwei kabelgebundenen Wegaufnehmern

Verbaute Sensorik

Zwei lineare Wegaufnehmer mit Anschlusskabel und Steckverbinder Wegaufnehmer
Gateway-Gehäuse mit integriertem Solarpanel auf dem Deckel Solargateway

Herausforderung

Die Zeit bis zum Ersatzbau sicher überbrücken

Nach einem Hochwasser wurden an einem Brückenbauwerk in Bonn Risse entdeckt, die die strukturelle Integrität gefährdeten. Ein vollständiger Ersatz des Bauwerks war geplant, aber langfristig: fertig werden sollte er erst 2026. Damit stand für die Verantwortlichen nicht die Sanierung im Vordergrund, sondern die Frage, wie das Bauwerk in der Zwischenzeit sicher bleibt.

Gesucht war eine schnelle und wirksame Lösung, um die Gefahr durch fortschreitende Rissbildung zu begrenzen und die Verkehrssicherheit aufrechtzuerhalten.

Riss in einer Betonfläche, markiert und mit Kalkausblühungen
Ein überwachter Riss, markiert und dokumentiert. Gemessen wird seine Veränderung, nicht seine Breite an einem Tag.

Lösung

Ein temporäres System für zwei Risse

Installiert wurde ein solarbetriebenes Gateway mit zwei kabelgebundenen Wegaufnehmern, einer je Riss. Die Kabelverbindung zum Gateway beträgt 5 Meter, möglich wären bis zu 25 Meter, wenn mehr Flexibilität in der Anordnung nötig gewesen wäre.

Gemessen wird stündlich, die Werte gehen per NB-IoT auf die cloudbasierte Plattform. Neben den Rissbreiten läuft der Ladezustand des Gateways mit: fällt er unter 10 Prozent, geht ein Hinweis heraus. Das ist bei einer temporären Installation ohne Netzanschluss der Unterschied zwischen einer Messreihe und einer Lücke in der Messreihe.

Installation der Sensorik an einem kleinen Brückenbauwerk über einem Bachlauf Zwei Wegaufnehmer an einem Brückenträger, über markierten Rissen verschraubt
Links die Installation am Bauwerk, Werkzeug und Leiter noch vor Ort. Rechts der Aufbau im Detail: je ein Wegaufnehmer über einem markierten Riss, beide am selben Gateway.

Ergebnis

Der Alarm, der 2024 kam

2024 führte eine erhöhte Belastung des Bauwerks dazu, dass die Grenzwerte für die Rissbreiten überschritten wurden. Der Alarm ging heraus, und das zuständige Tiefbauamt konnte unverzüglich reagieren. Innerhalb weniger Tage waren Maßnahmen ergriffen, um die Belastung der Brücke zu senken.

Dass sie gewirkt haben, ließ sich an derselben Messreihe ablesen: die Belastungen waren rückläufig, die Rissbreiten stabilisierten sich, eine weitere Überschreitung der kritischen Grenzwerte gab es nicht. Aufwändige Notfallmaßnahmen wurden dadurch nicht nötig.

Das Projekt zeigt, wozu Rissmonitoring im Brückenbau taugt, wenn ein Ersatzbau noch Jahre entfernt ist. Sie haben ein Bauwerk, das bis zu einer Maßnahme durchhalten muss. Schildern Sie uns Ihr Projekt über die Projektanfrage.

Besonderheiten

Messtakt
Stündlich, übertragen per NB-IoT auf die Datenplattform
Kabelweg
5 Meter vom Aufnehmer zum Gateway, möglich wären bis zu 25 Meter
Alarmierung
Bei Grenzwertüberschreitung und wenn der Ladezustand unter 10 Prozent fällt
Besonderheit
2024 wurden die Grenzwerte überschritten, das Tiefbauamt reagierte innerhalb weniger Tage

Produkte im Einsatz

Diese Sensorik ist hier verbaut

Zwei lineare Wegaufnehmer mit Anschlusskabel und Steckverbinder Sensorik Wegaufnehmer
Gateway-Gehäuse mit integriertem Solarpanel auf dem Deckel Sensorik Solargateway
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Datenplattform

Alle Messwerte auf einer Plattform

Die Sensoren übertragen ihre Messwerte per Funk an die Datenplattform. Dort werden sie ausgewertet, dokumentiert und laufend gegen Ihre Grenzwerte geprüft.

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  • Warn- und Alarmschwellen
  • Alarmierung per E-Mail und SMS
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Messverlauf im Sollbereich
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